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Es werden Posts vom Januar, 2025 angezeigt.

Aufgrund von Altschneeproblem kritische Lawinensituation

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 Die Schneefälle von Anfang der Woche, der teils stürmische Wind und die schwache Altschneedecke haben zu einer heiklen Lawinensituation geführt. Viele Rückmeldungen über Lawinenabgänge haben uns erreicht. Witterungsverlauf Ab Sonntag 26. Jänner hatte uns eine Südanströmung fest im Griff, mit ihr gab es ergiebige Schneefälle. Mit der ersten Niederschlagsstaffel am Sonntag fielen 10 bis 25 cm Schnee, am meisten im Südstau. Mit dem mäßigen bis starken Wind aus südwestlicher Richtung bildeten sich die ersten störungsanfälligen Triebschneeansammlungen . Unterhalb von etwa 2000 m war der Neuschnee feucht bzw. nass, wie Rückmeldungen aus dem Gelände bestätigten. Ab Montagabend, 27. Jänner führte eine zweite Niederschlagsstaffel zu weiteren Schneefällen, diesmal mit teils stürmischem Südwestwind. Am Dienstagmittag gab es ein paar Auflockerungen, in weiterer Folge überquerte eine Kaltfront von Nordwest unser Land. Mit ihr kam es zu weiteren Schneefällen, bei sinkender Schneefa...

Aktuell wenig Schnee und entspannte Lawinensituation - mit Neuschnee zu Wochenbeginn Anstieg der Lawinengefahr

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 Im Großteil des Landes herrscht aktuell geringe Lawinengefahr, die Gefahrenstellen sind selten und mögliche Lawinen aufgrund der vielfach geringen Schneemengen meist nur klein. Anfang nächster Woche berechnen die Wettermodelle mit einer Südströmung einiges an Neuschnee, in den typischen Südstaulagen ist aus heutiger Sicht in Summe bis zu einem halben Meter Neuschnee möglich. Die Lawinengefahr steigt deutlich an. Rückblick Seit den Schneefällen von Anfang Jänner (7. und 9. Jänner) mit der gebietsweise kritischen Lawinensituation hat sich die Lage deutlich gebessert. Keine Niederschläge, nur zeitweise Wind und vielfach sonniges Wetter mit klaren Nächten haben dazu geführt, dass sich die Schneedecke an der Oberfläche oft kantig aufgebaut hat. Die Folge ist, dass der zunächst gebundene Schnee an der Oberfläche (das Schneebrett) an Spannung verloren hat (die Bretteigenschaften sind schlechter geworden) und die Gefahrenstellen immer seltener geworden sind. Folglich nahm a...

Neuerungen auf Lawinen.report

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 Mit gleichbleibend recht stabilem Wetter ändert sich auch an der Lawinensituation derzeit nur wenig. Ein guter Zeitpunkt, um einen kurzen Blick auf die Neuerungen auf der Seite Lawinen.report zu werfen, welche auf die laufende Saison 2024/25 umgesetzt wurden. Die wohl größte, wenngleich unauffälligste Änderung zum letzten Winter ist die veränderte Gültigkeit des Lawinenreports und die damit gleichzeitige Harmonisierung der Gefahrenkommunikation mit den Nachbarländern. Einem immer wieder geäußerten Wunsch unser NutzerInnen Rechnung tragend, können nun Anpassungen im Zuge von Aktualisierungen des Lawinenreports transparent nachvollzogen werden. Zudem gibt es neue Wetterkarten als Basis für die Gefahreneinschätzung und Tourenplanung. Neue Gültigkeitsdauer: 17 Uhr bis 17 Uhr In Abstimmung mit allen Lawinenwarndiensten Österreichs und dem LWD Bayern konnte für die Saison 2024/25 eine Einigung über einen einheitlichen Ausgabezeitpunkt (17 Uhr) sowie der Gültigkeitsdauer (17 Uhr ...

Triebschnee und schwacher Altschnee erfordern eine gewisse Vorsicht!

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  Kurzer Rückblick Die Schneefälle in der letzten Woche in Kombination mit starkem bis stürmischem Wind, führten zu erheblicher Lawinengefahr. Die Lawinengefahr wurde vor allem vom Triebschnee- und Altschneeproblem bestimmt, dies besonders in den westlichen Landesteilen und am Alpenhauptkamm. Uns haben zahlreiche Rückmeldungen über Setzungsgeräusche (Whumm- Geräusche), Risse in der Schneedecke und fernausgelöste Lawinen aus dem Gelände erreicht, die die kritische Lawinensituation bestätigten. Außerdem wurden auch viele Lawinenauslösungen im schwachen Altschnee gemeldet. Große Schneebrettlawinen im vergletscherten Gelände unterhalb des Turnerkamps (3420 m) am Zillertaler Alpenhauptkamm im Ahrntal. (Foto: Pierpaolo Macconi, 10.01.2025) Auch am Gr. Löffler (3379 m) im Ahrntal wurde auf gleicher Höhe (ca. 3000 m) im vergletscherten Gelände eine große Schneebrettlawine rückgemeldet. (Foto: https://klausberg.it-wms.com/ , 10.01.2025) Eine ganz ähnliche, wiederum groß...

Schwacher Altschnee, teils kritische Lawinensituation!

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 Nach einer längeren Phase mit nur wenig Neuschnee und recht günstigen Lawinenverhältnissen führten die jüngsten Schneefällen zu erheblicher Lawinengefahr! Rückblick und aktuelle Situation Das Jahr 2024 endete mit einer Hochdruckphase, die die aufbauende Umwandlung in der Schneedecke stark begünstigte. Die klaren Nächte erlaubten eine gute Abstrahlung der Schneedecke, zugleich führte die gering mächtige Schneedecke zu einem großen Temperaturgradienten innerhalb der Schneedecke: Ideale Bedingungen für die Bildung von Schwimmschnee. Besonders in Schattenhängen hatte sich die Schneedecke teilweise komplett umgewandelt und bestand infolge von unten bis oben aus bindungsarmen Becherkristallen. Aufgrund des fehlenden Schneebretts an der Schneeoberfläche hielt sich die Lawinengefahr in Grenzen: Entlang des Alpenhauptkamms war die Lawinengefahr aufgrund des Vorkommens von vereinzelten Schwachschichten mäßig, im restlichen Land sogar gering. Zudem machte die gering mächtige Sch...

Ruhiges Winterwetter, verbreitet geringe Lawinengefahr

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 Seit dem letzten Blogeintrag (27.12.2024) dominierte unter Hochdruckeinfluss der Sonnenschein, meist war es wolkenlos. In der Höhe war es mild, in den Tälern aufgrund der Temperaturinversion kalt. Temperaturverlauf an der Station Plose auf 2472 m. November und Dezember waren insgesamt überdurchschnittlich warm, die letzten Tage waren mehr als 5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Messwerte der Station Kreuzkofeljoch im Gadertal. In der ersten Zeile der Grafik sieht man, dass trotz der milden Temperaturen und viel Sonnenschein ist die Schneehöhe kaum gesunken ist: das hängt mit dem flachen Einfallswinkel der Sonne auf die Schneedecke zusammen, aber auch mit der trockenen Luft, die die Schmelzprozesse erschwert. Mit Donnerstag 2. Jänner sind Wolken aufgezogen und die Luftmassen wurden feuchter. Lawinentechnisch hat sich die Situation in den vergangenen sieben Tagen gebessert: Während uns Anfangs noch einzelne Gefahrenzeichen gemeldet wurden, bekamen wir zuletzt keine...