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Achtung vor frischem Triebschnee, Altschneeproblem beachten!

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 Die frischen Triebschneeansammlungen sind spröde und teils störungsanfällig, das Altschneeproblem , das weiterhin aufgrund des ungünstigen Schneedeckenaufbaus besteht, ist weiterhin latent vorhanden. Von Montagabend, 30.03.2026 bis Dienstagnachmittag, 31.03.2026 brachte eine nördliche Anströmung am Alpenhauptkamm zwischen 5 und 15 cm Neuschnee, lokal auch etwas mehr. Dabei wehte der Wind stark bis stürmisch. Neuschneedifferenz zwischen Montag 30.03.2026 2:00 Uhr und Mittwoch 01.04.2026 2:00 Uhr. Der Wind hat oberhalb der Waldgrenze in allen Expositionen zur Bildung störungsanfälliger Triebschneepakete (in den Gebieten mit mehr Neuschnee können diese auch groß sein) geführt. Außerdem hat der Wind die Schneeoberfläche massiv bearbeitet . Rückmeldungen aus dem Gelände in Form von Rissen in der Schneedecke bestätigen die Störanfälligkeit des Triebschnees, dies besonders am Alpenhauptkamm. Das Altschneeproblem sollte weiterhin beachtet werden: Zwar können Lawinen nur...

Neuschnee und Wind haben zu einem Anstieg der Lawinengefahr geführt - Lawinenunfallanalysen

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 Die Bedingungen für Touren sind teilweise gefährlich , Vorsicht ist geboten. Der frische Triebschnee ist teils spröde und störungsanfällig, das Altschneeproblem ist weiterhin latent vorhanden. Am Mittwoch (25. März) überquerte eine Kaltfront von Nordwesten her das Land und brachte Schneefall, Wind und einen deutlichen Temperaturrückgang mit sich. Die Schneefälle betrafen vor allem den Norden des Landes: Während in den Dolomiten nur etwa 5 bis 15 cm, lokal auch etwas mehr, Neuschnee gefallen ist, fielen vor allem am östlichen Alpenhauptkamm und in der Rieserfernergruppe bis zu 40 cm Neuschnee . Während dem Schneefall wehte der Wind stürmisch bis orkanartig aus nördlichen Richtungen. Schneehöhendifferenz (Setzung inklusive) zwischen 01.00 Uhr Mittwoch und 01.00 Uhr Donnerstag (26. März). Die Werte in den Kreisen, sind jene Werte, welche von den Wetterstationen gemessen wurden. Die eingefärbten Flächen hingegen wurden ausgehend von diesen Messwerten mit Hilfe eine Modells b...

Der frische Triebschnee und das Altschneeproblem verlangen weiterhin Vorsicht - Kurze Unfallanalyse des Lawinenunfalls an der Marteller Hütte vom 15.03.2026

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 Die Rückmeldungen aus dem Gelände bestätigen, dass die Lawinengefahr vom nach wie vor vorhandenen Altschneeproblem und vom frischen Triebschnee ausgeht. Touren erfordern Erfahrung in der Einschätzung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl. Während und nach dem Schneefall vom letzten Wochenende wehte der Wind aus wechselnden Richtungen und führte in allen Expositionen zur Bildung störungsanfälliger Triebschneeansammlungen. Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem in Mulden, Rinnen und hinter Geländekanten oberhalb von 2000 m und nehmen mit der Höhe zu. Lawinen im Triebschnee können mittlere Größe (Größe 2) erreichen. Es liegen uns Meldungen über Risse in der Schneedecke und Setzungsgeräusche vor, die bestätigen, dass die Lawinensituation teils heimtückisch ist. Auch die jüngsten Lawinenunfälle an der Punta San Matteo in der Ortler-Cevedale-Gruppe und am Presena-Gletscher (leider mit tödlichem Ausgang) in der Presanella-Gruppe bestätigen die heikle Lawinensitu...

Frühjahrssituation, nordseitig aber noch heimtückisch - Lawinenunfallanalysen

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 Eine überlegte Routenwahl und große Zurückhaltung ist weiterhin angebracht. Im nordseitigen Gelände bleibt die Schneedecke weiterhin störungsanfällig, Gefahrenstellen sind nicht zu erkennen und steiles, schattiges Gelände empfiehlt es sich zu meiden. Im sonnigen Gelände steigt die Gefahr von nassen Lawinen im Tagesverlauf an: eine gute zeitliche Planung ist notwendig. Nach einer Periode mit reichlichen Schneefällen und einer hohen Lawinengefahr, insbesondere durch spontane und fernausgelöste Lawinen, brachte ein Hochdruckgebiet milde Temperaturen und die erste Phase mit Nassschneelawinen an sonnigen Hängen. Die Lawinensituation bleibt für Wintersportler auch aufgrund des Altschneeproblems weiterhin gefährlich. Vor allem an steilen West-, Nord- und Osthängen oberhalb von ca. 2000 m können Lawinen in den langlebigen Schwachschichten der Schneedecke noch leicht ausgelöst werden und durch das Mitreißen der nassen Schneedecke in der Sturzbahn können Lawinen groß werden. Fernau...