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Frühjahrssituation - das Altschneeproblem verlangt aber weiterhin eine gewisse Vorsicht! - Analyse des Lawinenunfalls an der Grabspitze im Pfitschertal, 05.04.2026

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 Die Lawinengefahr aufgrund des Nassschneeproblems steigt im Tagesverlauf an: Touren müssen zeitig begonnen und früh beendet werden. Schwachschichten in der Schneedecke stellen weiterhin eine latente Gefahr dar. Seit dem vergangenen Wochenende (Samstag, 4. April) liegt die Nullgradgrenze bei 3000 m, was milde Temperaturen und frühlingshafte Verhältnisse mit sich bringt. Unter diesen Bedingungen muss die Lage täglich sorgfältig beurteilt werden: Selbst kleine Veränderungen der Wetterbedingungen (klare oder bewölkte Nacht, Zunahme der Bewölkung und der Temperatur im Laufe des Tages, Höhe der Wolken und der Nullgradgrenze, Luftfeuchtigkeit usw.) können die Lawinengefahr stark beeinflussen. In klaren Nächten mit trockenen Luftmassen kann die Schneedecke sehr gut ausstrahlen und oberflächlich wiedergefrieren, damit sind die Bedingungen in der Früh günstig . Ist dagegen die Nacht bedeckt und die Luft feucht ist die Ausstrahlung stark reduziert, die Schneedecke kann nicht wi...

Achtung vor frischem Triebschnee, Altschneeproblem beachten!

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 Die frischen Triebschneeansammlungen sind spröde und teils störungsanfällig, das Altschneeproblem , das weiterhin aufgrund des ungünstigen Schneedeckenaufbaus besteht, ist weiterhin latent vorhanden. Von Montagabend, 30.03.2026 bis Dienstagnachmittag, 31.03.2026 brachte eine nördliche Anströmung am Alpenhauptkamm zwischen 5 und 15 cm Neuschnee, lokal auch etwas mehr. Dabei wehte der Wind stark bis stürmisch. Neuschneedifferenz zwischen Montag 30.03.2026 2:00 Uhr und Mittwoch 01.04.2026 2:00 Uhr. Der Wind hat oberhalb der Waldgrenze in allen Expositionen zur Bildung störungsanfälliger Triebschneepakete (in den Gebieten mit mehr Neuschnee können diese auch groß sein) geführt. Außerdem hat der Wind die Schneeoberfläche massiv bearbeitet . Rückmeldungen aus dem Gelände in Form von Rissen in der Schneedecke bestätigen die Störanfälligkeit des Triebschnees, dies besonders am Alpenhauptkamm. Das Altschneeproblem sollte weiterhin beachtet werden: Zwar können Lawinen nur...

Neuschnee und Wind haben zu einem Anstieg der Lawinengefahr geführt - Lawinenunfallanalysen

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 Die Bedingungen für Touren sind teilweise gefährlich , Vorsicht ist geboten. Der frische Triebschnee ist teils spröde und störungsanfällig, das Altschneeproblem ist weiterhin latent vorhanden. Am Mittwoch (25. März) überquerte eine Kaltfront von Nordwesten her das Land und brachte Schneefall, Wind und einen deutlichen Temperaturrückgang mit sich. Die Schneefälle betrafen vor allem den Norden des Landes: Während in den Dolomiten nur etwa 5 bis 15 cm, lokal auch etwas mehr, Neuschnee gefallen ist, fielen vor allem am östlichen Alpenhauptkamm und in der Rieserfernergruppe bis zu 40 cm Neuschnee . Während dem Schneefall wehte der Wind stürmisch bis orkanartig aus nördlichen Richtungen. Schneehöhendifferenz (Setzung inklusive) zwischen 01.00 Uhr Mittwoch und 01.00 Uhr Donnerstag (26. März). Die Werte in den Kreisen, sind jene Werte, welche von den Wetterstationen gemessen wurden. Die eingefärbten Flächen hingegen wurden ausgehend von diesen Messwerten mit Hilfe eine Modells b...

Der frische Triebschnee und das Altschneeproblem verlangen weiterhin Vorsicht - Kurze Unfallanalyse des Lawinenunfalls an der Marteller Hütte vom 15.03.2026

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 Die Rückmeldungen aus dem Gelände bestätigen, dass die Lawinengefahr vom nach wie vor vorhandenen Altschneeproblem und vom frischen Triebschnee ausgeht. Touren erfordern Erfahrung in der Einschätzung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl. Während und nach dem Schneefall vom letzten Wochenende wehte der Wind aus wechselnden Richtungen und führte in allen Expositionen zur Bildung störungsanfälliger Triebschneeansammlungen. Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem in Mulden, Rinnen und hinter Geländekanten oberhalb von 2000 m und nehmen mit der Höhe zu. Lawinen im Triebschnee können mittlere Größe (Größe 2) erreichen. Es liegen uns Meldungen über Risse in der Schneedecke und Setzungsgeräusche vor, die bestätigen, dass die Lawinensituation teils heimtückisch ist. Auch die jüngsten Lawinenunfälle an der Punta San Matteo in der Ortler-Cevedale-Gruppe und am Presena-Gletscher (leider mit tödlichem Ausgang) in der Presanella-Gruppe bestätigen die heikle Lawinensitu...